Helmut Jahn

HELMUT JAHN · 1936–2013

Der Blick
des Künstlers

Ein Porträtfoto mit geklärten Rechten liegt für diese Fassung nicht vor. Stellvertretend eröffnet ein als Selbstporträt überliefertes Werk die Seite; Titel und Einzelzuordnung befinden sich noch in archivalischer Prüfung.

Nahansichtiges gemaltes Männergesicht mit Brille, langem dunklem Haar und Bart in Blau-, Braun- und Orangetönen.
Selbstporträt mit Brille, Arbeitstitel; Einzelzuordnung in Erschließung. © Nachlass Helmut Jahn

LEBEN

Vom Grafiker
zum freien Werk

Helmut Jahn wurde am 20. November 1936 in Budapest geboren. Von 1952 bis 1957 studierte er an der Werkkunstschule Wiesbaden Schrift und Illustration. Anschließend arbeitete er als Grafiker; LAGIS führt ihn seit 1965 als freischaffenden Maler und Grafiker.

Zwischen 1970 und 1983 unterhielt er Ateliers in Frankfurt am Main und Offenbach. Ab 1983 gab er Kunstkurse an der Volkshochschule Frankfurt. Seit 1998 lebte er in Bad Orb und arbeitete dort auch mit Kindern und Jugendlichen. Im Willeminenhaus stand ihm ein Atelier zur Verfügung; Lehrangebote dort sind ab 2003 dokumentiert.

2008 erhielt Helmut Jahn den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises für sein künstlerisches Lebenswerk. Er starb am 16. März 2013.

Was bleibt, ist kein geschlossenes Kapitel: Bilder, Zeichnungen, Objekte, Texte und Dokumente bilden einen Bestand, der weiterhin gelesen, geordnet und sichtbar gemacht wird.

ARBEITSWEISE · DURCH WERKE BELEGT

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Dunkler vierteiliger Bildkörper mit nahezu schwarzer, grau und blau changierender Oberfläche.
Epilog, Vierteiler, 250 × 550 cm. © Nachlass Helmut Jahn

Großformat

Bild als Körper

Der dokumentierte Vierteiler belegt Jahns Arbeit mit enormer Breite und serieller Anlage.

Schwarz-graue Aktzeichnung eines stehenden Mannes in Rückenansicht mit einer kleineren Figurenstudie rechts.
Aktzeichnung Mann, gerahmt. © Nachlass Helmut Jahn

Arbeit auf Papier

Linie als Konzentration

Die Figurenstudie zeigt die zeichnerische Seite des Werks, ohne Technik oder Datierung zu erfinden.

Kreuzförmige Installation aus mehreren gerahmten Bildtafeln mit wiederkehrenden Kreuzmotiven in Schwarz, Weiß, Rot und Gelbgrün.
Kreuz, Metallrahmen; Maße laut Quelle 2,97 × 2,52 m, H/B ungeklärt. Ausstellungsansicht. © Nachlass Helmut Jahn

Architektonischer Raum

Bild als Anordnung

Die Ausstellungsansicht belegt ein Interesse an Bildkörper, Architektur und serieller Montage.

ÖFFENTLICHER RAUM

Augengarten

Das 7 × 32 Meter große Monumentalbild „Augengarten“ wurde 2002 im Kontext der Landesgartenschau Hanau und 2003 im Frankfurter Hauptbahnhof gezeigt. Diese belegten Stationen machen anschaulich, wie Jahns Malerei den geschützten Bildraum verließ und in öffentliche Architektur eintrat.

2008 würdigte der Main-Kinzig-Kreis sein künstlerisches Lebenswerk mit dem Kulturpreis.

WEITERSEHEN

Ein Lebenswerk
in Bewegung

Die fortlaufende Erschließung verbindet Respekt mit Genauigkeit: Sie bewahrt das Geschaffene, nennt offene Fragen und lässt die Bilder selbst sprechen.

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